Marloven
Methodik — Dokumentierter Ansatz — Revision 2026

Ein schrittweiser
Ernährungsansatz

Der Marloven-Ansatz verbindet evidenzbasierte Ernährungswissenschaft mit alltagstauglicher Umsetzung. Jeder Schritt ist dokumentiert, anpassbar und auf individuelle Alltagsroutinen abgestimmt.

01 — Fünfstufiges Verfahren

Das Verfahren im Überblick

01
Analyse

Ist-Zustand erfassen

Am Anfang jeder Ernährungsbegleitung steht eine genaue Bestandsaufnahme: aktuelle Ernährungsgewohnheiten, Mahlzeitenhäufigkeit, Portionsgrössen, Flüssigkeitszufuhr und körperliche Aktivität. Ein drei- bis siebentägiges Ernährungstagebuch bildet die Datenbasis.

Ergänzend werden Alltagsstruktur, Kochkenntnisse und saisonale Präferenzen erfasst. Diese Faktoren bestimmen massgeblich, welche Anpassungen realistisch und nachhaltig sind.

02
Zielsetzung

Energiebilanz bestimmen

Auf Basis der erfassten Daten wird eine individuelle Energiebilanz entwickelt. Diese berücksichtigt Grundumsatz, Aktivitätsniveau und konkrete Ziele — ob Gewichtsmanagement, Steigerung der Energie oder Aufbau stabiler Mahlzeitenroutinen.

Die Energiebilanz ist ein rechnerischer Orientierungsrahmen, kein starres Regelwerk. Sie wird im Verlauf der Begleitung regelmässig überprüft und angepasst.

03
Planung

Wochenmenü entwickeln

Das Wochenmenü ist das zentrale Instrument der Mahlzeitenplanung. Es wird auf der Basis saisonaler, frischer Lebensmittel entwickelt: Gemüse und Obst, Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, hochwertige Proteinquellen. Selbstgekochte Mahlzeiten haben Priorität.

Die Portionskontrolle wird eingeführt — nicht als Restriktion, sondern als bewusstes Kalibrieren der Mengen in Relation zur Energiebilanz. Hilfsmittel: Teller-Methode, Handmass, visuelle Referenzmengen.

04
Bewegung

Tägliche Aktivität integrieren

Körperliche Aktivität und Ernährungsplan werden als System betrachtet, nicht als getrennte Disziplinen. Empfehlungen für tägliche Bewegung — Spaziergänge, Treppensteigen, aktiver Alltag, Morgenroutinen — werden direkt in den Ernährungsplan eingebettet.

Der Fokus liegt auf moderater, regelmässiger Aktivität. Die Forschungslage zeigt konsistent, dass Konsistenz relevanter ist als Intensität — besonders in der Phase des Aufbaus neuer Gewohnheiten.

05
Verlauf

Fortschritt dokumentieren

Das Ernährungstagebuch bleibt während der gesamten Begleitung das primäre Dokumentationsinstrument. Wöchentliche Auswertungen ermöglichen eine gezielte Anpassung des Wochenmenüs, der Portionsgrössen und der Bewegungsempfehlungen.

Der Ansatz ist iterativ: Erkenntnisse aus jeder Woche fliessen in die Planung der nächsten ein. Dieses Feedback-System sichert Alltagsnähe und verhindert, dass der Plan abstrakt bleibt.

02 — Grundprinzipien

Wissenschaftliche Basis

Makronährstoff­verteilung

Proteine, komplexe Kohlenhydrate und ungesättigte Fette in abgestimmten Anteilen. Die Verteilung wird individuell auf Energiebedarf und Aktivitätsniveau abgestimmt.

Mikronährstoffdichte

Natürliche Lebensmittel mit hoher Nährstoffdichte — saisonales Gemüse, frisches Obst, Vollkornprodukte — bilden den Kern jedes Wochenmenüs.

Habituelle Konsistenz

Langfristige Veränderung entsteht durch regelmässige Wiederholung, nicht durch sporadische Extremmassnahmen. Der Ansatz setzt bewusst auf kleine, konsistente Schritte.

Hydratations­steuerung

Ausreichende Flüssigkeitszufuhr durch Wasser und ungesüsste Aufgüsse ist Teil jedes Ernährungsplans. Empfehlungen basieren auf Körpergewicht und Aktivitätsniveau.

03 — Instrumente

Konkrete Werkzeuge

Instrument 01

Ernährungstagebuch

Handschriftlich oder digital — das Ernährungstagebuch dokumentiert Mahlzeiten, Portionen, Flüssigkeitszufuhr und Bewegung. Es ist das Fundament jeder wöchentlichen Auswertung.

Instrument 02

Teller-Methode

Ein einfaches visuelles System zur Portionskontrolle ohne Waage: Hälfte des Tellers Gemüse, ein Viertel Proteine, ein Viertel komplexe Kohlenhydrate. Alltagstauglich und präzise genug für die meisten Situationen.

Instrument 03

Wochenmenü-Vorlage

Eine strukturierte Planung von sieben Tagen: Frühstück, Mittagessen, Abendessen, Zwischenmahlzeiten. Die Vorlage berücksichtigt Einkaufsplanung, Resteverwertung und saisonales Angebot.

Instrument 04

Aktivitätsprotokoll

Tägliche Aufzeichnung von Spaziergängen, Bewegungsroutinen und weiterer körperlicher Aktivität. Wird gemeinsam mit dem Ernährungsplan ausgewertet und angepasst.

Instrument 05

Verlaufskurve

Visuelle Darstellung des Fortschritts über Wochen und Monate. Ermöglicht eine nüchterne Einschätzung des tatsächlichen Verlaufs — unabhängig von kurzfristigen Schwankungen.

Instrument 06

Monatliche Überprüfung

Alle vier Wochen wird der gesamte Ansatz überprüft: Stimmt die Energiebilanz noch? Sind die Portionsgrössen alltagstauglich? Wie entwickelt sich die körperliche Aktivität? Anpassungen werden dokumentiert.

04 — Hinweis

Fachliche Einordnung

Die hier beschriebene Methodik ist Teil einer Wellness-Begleitung und ersetzt keine fachliche oder individuelle Ernährungsbetreuung. Marloven ist eine unabhängige Ressource ohne institutionelle Anbindung.

Bei besonderen Ernährungsanforderungen — wie spezifischen Anliegen, Schwangerschaft oder fachlich relevantem Übergewicht — empfehlen wir ausdrücklich die Konsultation einer qualifizierten Fachperson für Ernährung oder Wellness.

Nächster Schritt

Methodik in Aktion erleben

Die beschriebenen Instrumente und Schritte werden in der Erstberatung konkret angewendet. Vereinbaren Sie ein Gespräch — persönlich in Zürich oder online.